Allgemeine Informationen über Reisen
und Impfungen
Vor jeder Reise sollte überprüft werden, ob der Impfschutz
gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung (Polio) noch intakt
ist und gegebenenfalls eine Auffrischung (oder,
wenn noch nie
eine Impfung erfolgte, eine Grundimmunisierung) durchgeführt
werden. Besonders wichtig ist auch die Impfung gegen Masern, Mumps
und Röteln bei nicht-geimpften Personen, die die genannten Erkrankungen
nicht durchgemacht haben. Auch die Impfung gegen Frühsommermeningoencephalitis
(FSME) wird in Österreich allgemein empfohlen.
Unter bestimmten Umständen können auch Impfungen gegen
Varizellen (Schafblattern bzw. Windpocken), Pneumokokken oder Influenza
(Grippe) sinnvoll
sein. Für alle (Fern-) Reisen wird
eine Impfung gegen Hepatitis A und B empfohlen, für Länder
mit niedrigerem Hygienestandard, vor allem bei etwas einfacheren
Reisebedingungen,
auch eine Impfung gegen Typhus. Andere Impfungen sind nur für
Reisen in bestimmte Länder oder unter besonderen Reiseumständen
erforderlich. Dazu gehören die Impfungen gegen Gelbfieber,
Japan B Enzephalitis, Meningokokken-Meningitis, Tollwut und Cholera.
Die Impfung gegen Gelbfieber ist für bestimmte Länder
vorgeschrieben, unabhängig davon aber jedem dringend
anzuraten, der in ein Gelbfieberendemiegebiet fährt. Sie muss
spätestens 10 Tage vor der Abreise durchgeführt und
bei Bedarf alle 10 Jahre wiederholt werden. Die Impfung darf
nur von dafür
zugelassenen Impfstellen durchgeführt werden.
Für Reisen nach Südostasien, vor allem bei geplanten längeren
Aufenthalten in ländlichen Gegenden, muss auch eine Impfung gegen
Japan B Enzephalitis in Betracht gezogen werden. Eine Entscheidung
darüber sollte nur nach eingehender Beratung und unter Berücksichtigung
der individuellen Reiseumstände erfolgen.
Obwohl alle modernen Impfstoffe gut verträglich
sind, können nach jeder Impfung Nebenwirkungen auftreten. Typisch
sind Schmerzen im Arm, Fieber und Schüttelfrost oder Abgeschlagenheit.
Die Beschwerden sind in der Regel harmlos und von
kurzer Dauer.
Schwere Impfkomplikationen sind äußerst
selten. Trotzdem muss in jedem Fall eine Abwägung
von Nutzen und Risiko einer Impfung erfolgen. Bei Vorliegen einer
Schwangerschaft ist bei Impfungen generelle Zurückhaltung angebracht
und eine noch strengere Risko-Nutzen Abwägung erforderlich.
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